Philosophie und Geschichte von Rosel Heim

Die Philosophie


Die Idee einer regulativen Hauttherapie

Der Begriff "regulativ", den wir aus der Medizin kennen, steht im Gegensatz zu "symptomatisch". Ein einfaches Beispiel aus der Mechanik-. Nehmen Sie an, Sie sind mit Ihrem Auto unterwegs und am Armaturenbrett leuchtet ein rotes Licht auf. Die symptomatische Handlungsweise würde bedeuten, die kleine Birne herauszudrehen. Das rote Licht leuchtet nicht mehr. Regulativ handeln Sie, wenn Sie an der nächsten Autowerkstatt den Schaden, also die Ursache für das Aufleuchten des roten Lichts, beheben lassen. Auch jetzt leuchtet das rote Licht nicht mehr. Weil im Fall des defekten Autos die Reaktion unmittelbar auftritt, haben wir gelernt, daß es falsch 'ist, lediglich das Symptom auszuschalten. Wir wissen, daß die Ursache des roten Lichts ein Schaden in der Mechanik ist. Nicht ganz so folgerichtig handeln wir, wenn es um komplexere Systeme, wie z.B. unsere Haut geht. Häufig erliegen wir bei der Pflege unserer Haut der Verführung, unser Verhalten dem Erreichen kurzfristiger Ziele anzupassen. Nebenwirkungen und Spätfolgen lassen wir dabei außer acht.

Ein Beispiel:

Schon immer beschäftigt sich die Kosmetikindustrie mit den sichtbaren Folgen der Hautalterung. In den vergangenen Jahren ist dabei eine Entwicklung zu beobachten, die den natürlichen Reparaturmechanismus der Haut mit aggressiven Substanzen, z.B. mechanischen Peelings, Vitamin-A-Säure oder AHA, zu provozieren sucht. Die Zerstörung der Hornschicht und die mehr oder minder starke Verletzung der Epidermis lösen einen Wundheilungsprozess aus (Regeneration). Jedoch ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen, daß der Haut nur eine begrenzte Anzahl von Basalzellen zur Reparatur geschädigter Gewebe zur Verfügung steht. Die immer wieder provozierte Verletzung der Haut, deren Regeneration fatalerweise häufig mit einer " Hautverjüngung " gleichgesetzt wird, führt zum vorzeitigen Aufbrauchen unserer Basalzellen. Wir "erkaufen" eine kurzfristige optische Verjüngung der Haut mit einer real verfrühten Hautalterung.

Die regulative Methode dagegen untersucht die spezifischen Ursachen der verfrühten Hautalterung, um so Fehlentwicklungen zu korrigieren. Ein auffallender Faktor, der zur verfrühten Hautalterung führt, ist ein eklatanter Nährstoffmangel in der Haut, der z.B. durch Stoffwechselstörungen, starke UV-Einstrahlung oder durch erhöhte körperliche und geistige Belastung entstehen kann. Rosel Heim nature + science begegnet dieser Ursache der verfrühten Hautalterung, indem der Haut ausreichend Nährstoffe in Form von Bioaminen zugeführt werden. So wird die Kausalkette Mangelernährung-Zellstoffwechselstörung-Gewebedefekt durchbrochen. Eine reale und optische Verbesserung des Hautbildes wird so ohne negative Nebenwirkungen erreicht.

 

 Die Geschichte

"Nur wenn man mit der Natur arbeitet, wird man Erfolg haben."

Nach diesem Prinzip begann Rosel Heim, eine Pionierin der Kosmetik, vor mehr als sechzig Jahren zu arbeiten und mit dieser Philosophie bildete sie auch die Basis für die Entwicklung der heutigen nature + science Hautpflegeprodukte.

Der Anfang

Rosel Heim wurde 1902 in der süddeutschen Kleinstadt Achern geboren. Als Tochter eines Baders wuchs sie mit dem überlieferten Wissen um die Hellkraft vieler Pflanzen und einer tiefen Verbundenheit mit der Natur auf. Schönheitspflege faszinierte sie bereits in der Kindheit. Für ihre Ausbildung als Kosmetikerin besuchte sie Schulen und Laboratorien in München, Wien, London und Berlin. In Berlin bekam die Junge Rosel Heim erste Einblicke in die "große, weite Weit der Schönheit". Sie arbeitete mit den bedeutendsten Persönlichkeiten der Kosmetikbranche zusammen. Im Jahre 1935 konnte sie dann ihr erstes Hautpflegeprogramm vorstellen. Die Wirksamkeit ihrer Produkte machte Rosel Heim in den Künstlerkreisen Berlins sofort bekannt. Populäre Schauspieler von Bühne und Film wie Lil Dagover, Ida Wüst, Dolly Haas, Erika von Thellmann und viele andere zählten zu ihren Kunden und teilweise lebenslangen Freunden. 1952 erlebte sie auf Einladung von Curt Götz und Valerie von Martens in Hollywood begeisterte Resonanz in Presse und Fachkreisen. Nach ihren ersten Erfolgen in Berlin eröffnete Rosel Heim Kosmetikinstitute in Baden-Baden und Stuttgart. Gleichzeitig erarbeitete sie neue Anwendungsweisen, die noch heute zu den Grundlagen einer modernen Hautpflege gehören.
 
Aufgrund der Erfahrungen, die sie als Junge Frau machte, blieb für Rosel Heim die Verbesserung des Berufsbildes der Kosmetikerin eines der wichtigsten Ziele. Im Jahre 1951 gründete sie mit Kolleginnen den " Fachverband der deutschen Kosmetikerinnen", dessen erste Präsidentin sie wurde. Von diesem Verband wurden die ersten Richtlinien für eine Ausbildung der Kosmetikerin entwickelt,- und wenn heute in einigen Bundesländern die Kosmetikschulen staatlich anerkannt sind, so wurde der Grundstein hierfür auch von Rosel Heim gelegt.
 
1949 gab Rosel Heim die von ihr entwickelten Produkte an eine Firma in Lizenz, die weltweit die Herstellung und den Vertrieb übernahm. Doch der Erfolg hatte auch seine Schattenseiten'. der große wirtschaftliche Erfolg der Produkte und ihre weite Verbreitung über self-selling Vertriebssysteme in den folgenden Jahren, war mit den Idealen von Rosel Heim nicht zu vereinbaren. Um ihre ursprüngliche Idee einer wissenschaftlich fundierten und individuell angewendeten Kosmetik zu verwirklichen, war für sie ein zweiter Neubeginn unvermeidbar. Mit ihren Enkelinnen Dr. phil. nat. Nana Heim und Dr. med Frederique Heim entwickelte sie unter dem Motto "Rosel Heim nature + science" ein Hautpflegekonzept, das die Anforderungen der modernen Naturwissenschaften mit den Idealen der Rosel Heim vereint.
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© 2017 Laura Fischer